Freitag, 6. Mai 2016

Meerschweine auf dem Jahrmarkt, Kurzgeschichte, Zweiter Teil.

Hallo Besucher,

im zweiten Teil könnt ihr erfahren, um welchen Hauptgewinn es sich für die zehnjährige Astrid handelt. Ich wünsche mir für Euch, unterhaltsame Augenblicke und habt einen schönen Abend.




Meerschweine auf dem Jahrmarkt, Kurzgeschichte, Erster Teil. Link,

http://gabrielemanholdphotography.blogspot.de/2016/04/   meerschweine-auf-dem-jahrmarkt.html







Bisher handelnde Figuren und Ereignisse

Zehnjährige Astrid: Fantasievolles und für paranormale Wahrnehmung begabtes Mädchen.
Achtzehnjährige Violetta: Astrids Schwester, vernünftig und pragmatisch.
Zwischen 40 und 60 zig Jahre alt, der Schausteller: Betreiber der Meerschweinchen Menagerie, unberechenbar, sich verständnisvoll und hilfsbereit gebend.
In Dreiergruppen agierende Meerschweichen, die, indem sie in nummerierte Käfige laufen, die Gewinnlose ermitteln. Das Meerschweinchen, welches zuerst in einen Käfig läuft, sorgt für den Hauptgewinn. 
Bisher nur eine Parallelwelt: die Grotte

Nichtereignisse  

Sex und blutige Verbrechen
Ich kann nicht garantieren, das es so bleibt.


Zweiter Teil


Das johlen der Menge verebbt und mir ist, als würde ich unter Wasser gezogen. Um mich wird es allmählich dunkel, stockdunkel, ich höre es ohrenbetäubend laut rascheln und mein Herz schlägt wie eine durchgedrehte Trommel. " Du bist das Mädchen mit dem Los Nummer 7, das ist der Hauptgewinn," sagt eine männliche  Stimme, welche mühelos, das rascheln wie von Schokoladenpapier neben meinen Ohren durchdringt, mir scheint, die Stimme spricht direkt in meinem Kopf.

"Nun mach schon, Du brauchst nur einen Schritt vor den anderen setzten." Ich gehe prompt einige Schritte und vor mir teilt sich die Finsternis  in eine felsige, weitläufige, sehr hohe Grotte, nass glänzen die Steine und Zapfen, mein Blick folgt den wunderschön schillernd fallenden Tropfen weit nach oben, von dort fällt Licht wie in Streifen geschnitten, auf den unebenen, nassen und unregelmäßig mit Pfützen belegten, steinigen Boden.

"Schön ist es hier, bin ich jetzt Alice im Wunderland", denke ich. "So in etwa" hallt es von den Felsen wider und der bärtige Schausteller tritt aus dem Dunkeln." Du kannst in meinen Gedanken lesen." Natürlich" sagt er." Nun komm, ich bringe Dich zu Deiner Schwester, sie fährt Mountainbike im Aquarium, das macht ihr einen Heidenspaß."

" Das kann nicht sein, ich bin mit Violetta am Ausgang der Achterbahn verabredet."  "Richtig" sagt der hinter mir gehende Schausteller, "Du befindest Dich hier in Deinem Parallelleben, das ist Dein Hauptgewinn."

Wieso habe ich keine Angst vor Ihnen und was ist ein Parallelleben," frage ich, mich zu dem mysteriösen Mann umdrehend. Er schaut mich mit zwingendem Blick an und alle Konturen verschwimmen. 



"Hi, Violetta  hier bin ich" und laufe mit beiden Armen winkend auf meine etwas vor mir laufende Schwester zu. Sie dreht sich zu mir um, kurz bevor ich sie erreiche und ihr durch die rote Baseballkappe gezogener Zopf, straßenköterblonden glatten Haares, wippt hin und her.

 " Wieso bist Du so spät, herrscht sie mich mit verzogener, zart mit farblosen Gloss betonter Schnute  an. Du kannst froh sein, das ich 10 Minuten bei der Achterbahn auf Dich gewartet habe." " Das hast Du nur getan damit es Zuhause keinen Ärger gibt, kontere ich und schaue verschmitzt grinsend zu ihren 1,75m  auf." 

Violetta antwortet mir, aber ich bin schon zu weit entfernt um ihre Worte noch zu verstehen. Schemenhaft taucht die Grotte wieder auf und mir ist etwas schwindelig. "Mit der Zeit wird es besser und Du wirst Deine beiden Leben zu gleicher Zeit wahrnehmen und in ihnen agieren können, eigenständig, das bringe ich Dir bei," sagt der Schausteller und schaut mich prüfend an. 










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